Geld für den Schutz des Planeten

Nachhaltigkeit wird für Vermögensverwalter überlebenswichtig – auch wegen der Rendite

Fondsriesen wie Blackrock müssen bei Umweltthemen noch mehr Druck aufbauen. Wer nicht reagiert, wird von der Nachhaltigkeitswelle überrollt werden. 13.07.2020

https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-nachhaltigkeit-wird-fuer-vermoegensverwalter-ueberlebenswichtig-auch-wegen-der-rendite/25999870.html?nlayer=Themen_11804704

Es war höchste Zeit, dass Blackrock seinen Ankündigungen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit auch Taten folgen lässt. Konkurrenten im Asset-Management und besonders Pensionsfonds waren deutlich schneller.

Wenn der weltgrößte Vermögensverwalter jetzt aktiv wird, sind das gute Nachrichten für Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung – also für die Nachhaltigkeit, die wegen der englischen Begriffe „environment, social, governance“ verkürzt auch ESG genannt wird. Denn kein Unternehmen kann es sich leisten, Forderungen von Blackrock zu ignorieren. Bei vielen börsennotierten Konzernen ist der US-Riese der größte und damit wichtigste Aktionär. Er verwaltet Anlagen imWert von ca. 7 Billionen Dollar, mehr als doppelt soviel, was ganz Deutschland in einem Jahr erwirtschaftet.

Gewiss haben die Märkte das Risiko von Klimaveränderungen etwa für den Wohlstand in der Welt und das Wirtschaftswachstum nur zögerlich zur Kenntnis genommen. Vorreiter bei der Nachhaltigkeit etwa waren skandinavische Pensionsfonds.

Doch das Bewusstsein in der Bevölkerung der meisten Staaten ändert sich rasant. Kein weitdenkender Mensch wird mehr abstreiten, dass wir vor einer fundamentalen Umgestaltung der Finanzwelt stehen. Wer nicht reagiert, wird von der Nachhaltigkeitswelle überrollt werden. Gerade der Klimaschutz ist besonders wichtig. Deshalb werden wir in den kommenden Jahren eine dauerhafte Verschiebung zugunsten nachhaltiger Anlageprodukte erleben. Wir befinden uns bereits auf dem besten Weg.

UN: sofortiges Handeln ist NOT-wendig!

Die Vereinten Nationen, UN, mahnen: die Nationen der Welt müssen sofort und gemeinsam handeln, um den eigenen drohenden Untergang und den Ruin des Planeten Erde und damit der eigenen Lebensgrundlagen zu verhindern!

Die Unterzeichner-Staaten des Pariser Abkommens wollen bis 2030 die Erderwärmung auf unter zwei Grad halten. Ein Ziel, welches nach derzeitigen Prognosen krachend zu scheitern droht. Ausgerechnet die Corona-Krise bietet laut der UN noch eine Chance – wenn die richtigen Prioritäten gesetzt werden.

Die Welt hinkt, den Vereinten Nationen zufolge, den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens hinterher – könnte sie aber mit großer Anstrengung noch erreichen. Bisher steuerten die Staaten weiterhin auf etwa drei Grad Temperaturanstieg zu, statt wie im Klimaabkommen angepeilt, deutlich unter zwei Grad zu bleiben, heißt es in einem veröffentlichen UN-Bericht.

Wenn im Zuge der Corona-Pandemie die Wiederaufbauprogramme für die Wirtschaft auf Klimaschutz setzen, könne der bisher für 2030 absehbare Treibhausgas-Ausstoß aber bis zu einem Viertel niedriger ausfallen – und die Welt damit dem sogenannten Zwei-Grad-Ziel näher bringen. Selbst die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad, die der Klimaforschung zufolge das Risiko katastrophaler Wetterextreme deutlich verringern würde, sei noch erreichbar, teilte das UN-Umweltprogramm Unep mit.

Hin zur „grünen“ Wirtschaft?

Dafür brauche es aber schnelleren und stärkeren Klimaschutz, „grüne“ Wirtschaftsprogramme und die Pläne zur Klimaneutralität müssten in die offiziellen nationalen Zusagen im Rahmen des Pariser Abkommens integriert werden. Am Donnerstag und Freitag beraten die EU-Staaten über ein höheres Klimaziel für das Jahr 2030, bevor am Samstag auf einem digitalen Klimagipfel viele Staats- und Regierungschefs ihre Fortschritte und Pläne im Klimaschutz präsentieren.

86120242.jpg

Panorama 01.12.20 Amazonas-Abholzung in Brasilien Zerstörung der „Grünen Lunge“ schreitet massiv voran

Am Samstag ist es zudem genau fünf Jahre her, dass fast alle Staaten der Welt sich in Paris darauf verständigt haben, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Dass die Corona-Pandemie den Treibhausgas-Ausstoß in diesem Jahr um bis zu sieben Prozent gedrückt hat, hat auf den Klimawandel einen „vernachlässigbaren Einfluss“, heißt es im Bericht. Bis 2050 werde der Temperaturanstieg dadurch nur um 0,01 Grad reduziert.

„Das Jahr 2020 ist dabei, eines der bisher wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden, während Großbrände, Stürme und Dürren weiter für Chaos sorgen“, teilte die Chefin des UN-Umweltprogramms, Inger Andersen, mit. Die Lücke zwischen den internationalen Klimaschutzbemü-hungen und den Zielen des Pariser Abkommens, klaffe zur Zeit noch weit.

Seit 2010 stieg der Treibhausgas-Ausstoß weltweit im Schnitt um 1,4 Prozent pro Jahr, 2019 war das Plus mit 2,6 Prozent aufgrund vieler Waldbrände größer. Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan sagte, der Abstand zwischen dem, was passiere, und dem, was sein müsse, scheine in diesem Jahr durch die Pandemie zwar kleiner zu werden. „Aber man würde sich trotzdem noch schämen, diesen Bericht seinen Kindern zu zeigen.“

In der Pflicht stehen dem UN-Bericht zufolge auch private Verbraucher: Rund zwei Drittel der globalen Emissionen gehen demnach auf den Konsum von Privatleuten zurück. Dabei produziert das eine reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr als doppelt so viele Treibhausgase wie die ärmsten 50 Prozent – und trägt damit besondere Verantwortung.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

https://www.n-tv.de/politik/UN-Nur-ein-Kraftakt-kann-Klimaziele-retten-article22225225.html

G 20-Staaten ruinieren den Planeten

Der neue Brown to Green Report zeigt: Trotz Klimaversprechen versagen die Industrieländer beim Klimaschutz. Die Treibhausgas-Emissionen steigen, 80 Prozent weltweit davon, verursachen allein die G20. Eine Begrenzung der Erderwärmung wird so krass verfehlt.

https://www.energiezukunft.eu/klimawandel/g20-staaten-treiben-die-klimakrise-voran/

Nicht einer der G20-Staaten unternimmt einem Bericht der internationalen Initiative Climate Transparency zufolge genug, um den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen – „obwohl die meisten dafür die technischen Möglichkeiten und ökonomischen Anreize haben.“ Der jährliche Brown to Green Report verfolgt seit 2015 die Fort- und Rückschritte der Industrie- und Schwellenländer auf dem Weg zu einer ökologischeren Weltwirtschaft und gibt einen umfassenden Überblick, wie die G20-Staaten in Sachen Klimaschutz vorankommen. Der Bericht kommt zu dem Fazit, dass die Treibhausgas-Emissionen in diesen 19 Ländern und der gesamten EU munter weiter steigen: im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent. Dabei müssten die Länder nach den Maßstäben des 1,5-Grad-Berichts des UN-Klimarats ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um mindestens 45 Prozent im Vergleich zu 2010 reduzieren.

Fossile Energien bleiben dominant

Laut aktuellen Daten sind die G20-Staaten für rund 80 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Russland, Indien, China, Indonesien, Südafrika und die USA steigerten insgesamt ihren Einsatz von fossilen Energieträgern – Kohle, Öl und Gas. Die direkten staatlichen Subventionen für fossile Energien seien zwar zurückgegangen und hätten sich insgesamt gesehen sogar halbiert, berichten die Autoren. Das liege an gestrichenen Vergünstigungen oder aber schlicht daran, dass fossile Energieträger billiger wurden. Noch unterliegen rund 70 Prozent aller CO2-Emissionen in den G20-Staaten keinem CO2-Preis.

Die Emissionen aus dem Flugverkehr gehen in den G20-Staaten steil nach oben. Der Einsatz von Treibstoffen mit niedrigem CO2-Fußabdruck im Verkehr lieg laut Report bei nur sechs Prozent. Für die Einhaltung der Klimaziele müsste sich dieser Wert bis 2050 jedoch verzehnfachen.

Spürbare Folgen

Kanada, Südkorea und Australien sind laut Bericht am weitesten davon entfernt, ihre ohnehin wenig ambitionierten Klimaziele einzuhalten. Australien bekommt die Klimaerwärmung in diesen Tagen schwer zu spüren – seit Tagen wüten dort Buschfeuer und kommen der Hauptstadt Sydney gefährlich nahe. Das Land mit unendlich viel Sonne kann sich nur schwer von der Kohle lösen, der Ausbau Erneuerbarer Energien geht hier viel zu langsam voran. Der Klimawandel mit extremen Wetterlagen kostet die Länder nicht nur viele Milliarden Dollar an Schadensbehebung, sondern auch viele Tausend Menschenleben.

Deutschlands CO2-Treiber sind Verkehr und Gebäude

Auch Deutschland schneidet nicht gut ab – dabei stehen Verkehr und Gebäudesanierung als CO2-Emittenten im Fokus. Mit Pro-Kopf-Emissionen im Gebäudebereich von mehr als drei Tonnen liege Deutschlands Wert rund 50 Prozent über dem EU-Schnitt. Der Schlüssel liegt hier wohl in der Bestandsanierung und weniger im Neubau. Bei der Sanierung des Gebäudebestands müsste das Tempo dem Bericht zufolge denn auch verfünffacht werden, um auf den gewünschten Kurs zu kommen.

Beim Verkehr liegt Deutschland dem Bericht zufolge bei den Emissionen direkt hinter den großen Flächenstaaten USA, Kanada, Australien und Saudi-Arabien. Zu wenig alternative Verkehrsmittel werden genutzt, und der E-Mobilitätsmarkt hinke den anderen Staaten bedenklich hinterher. Das Klimapaket der Bundesregierung ist in den Bericht noch nicht mit eingeflossen. Ohne massive Nachbesserung werde Deutschland seine Klimaziele damit jedoch deutlich verfehlen, kommentiert Ko-Autorin Lena Donat von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.

Einige Staaten sind auf Kurs und sollten jetzt anziehen

Immerhin sind laut Bericht rund die Hälfte der G20-Staaten doch auf Kurs in relevanten Bereichen und könnten ihre nationalen Klimaziele noch erreichen – manche könnten sogar darüber hinausgehen, lautet eine optimistische Prognose. Somit könnten sie die Zusagen für das Pariser Klimaabkommen im nächsten Jahr erhöhen – zumal diese ohnehin als zu schwach gelten um die Erderwärmung noch rechtzeitig zu stoppen. Bezogen auf alle G20- Staaten gehe es aber eben viel zu langsam voran, warnt Co-Autor Jan Burck von Germanwatch. Das betrifft vor allem den Ausbau Erneuerbarer Energien: Der hat im letzten Jahr zwar um fünf Prozent zugelegt – doch der Anteil fossiler Energieträger liege in den G20-Ländern noch um die 82 Prozent.

In drei Wochen werden sich die Staaten bei der UN-Klimakonferenz vom 2. bis 13. Dezember in Madrid über weitere Schritte austauschen. Diese Treffen werden von Jahr zu Jahr fragwürdiger – denn wirkungsvolle Maßnahmen bleiben größtenteils aus. Das ist fatal. Denn wenn die Staaten nur ihre aktuellen Klimaschutz-Zusagen erfüllen, könnte es Klimaforschern zufolge bis Ende dieses Jahrhunderts rund drei Grad wärmer werden. Die Auswirkungen auf unsere Ökosysteme wären enorm und ziemlich verheerend, davor warnten vor kurzem Tausende Wissenschaftler weltweit in einem Aufruf.

Um das zu verhindern, dürften die G20-Staaten laut Bericht im Jahr 2070 quasi keine Treibhausgase mehr ausstoßen, das bedeutet: Bis dahin müssten alle verbleibenden Emissionen ausgeglichen werden. Die Verantwortung der alten und neuen Industrieländer ist enorm. na


Mehr zum Thema

Mafia und Korruption

Europol-Analyse: Organisiertes Verbrechen nimmt deutlich zu                      Das organisierte Verbrechen breitet sich nach einem Bericht von Europol immer weiter in allen Bereichen der Europäischen Union aus. Noch nie sei  die Bedrohung der Bürger in der EU so groß gewesen,  warnte die Polizei-behörde.                                                         Die Gefahr sei groß, dass Kriminelle auch die Corona-Pandemie und die langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Folgen ausnutzen würden. Dies  könnten „ideale Bedingungen“ für Verbrecher und Mafia sein, um Bürger, Unternehmen und öffentliche Instanzen ins Visier zu neh-   men, hieß es.  

Was tun ? Wir und unsere Kinder bekommen ja täglich Egozentrik und Gier vorgelebt, vor allem von den sogenannten CHRISTLICHEN Parteien, siehe die Korruptionen der letzten Wochen von CSU/CDU-Politiker!

Also warum nicht auch nur auf Geldgier setzen und rausholen vom Staat, was geht ? Gemeinschaft? soziales Miteinander auch über die Kleinfamilie hinaus? Solidarität mit allen Menschen auf der Erde? Menschenrechte für alle? Ach was! Alles Blödsinn von gestern!

Menschheit wohin ?

Absolut richtige Analyse! Es bleibt nur eine existentialische Weltanschauung: auch wenn es kaum noch eine Änderung zumGuten geben wird, muss sich jeder Einzelne so verhalten, als ob es doch noch möglich ist, also wie Sysiphos jeden Tag den Felsbrocken wieder zum Berg hinaufschieben, im Alltag möglichst wenig Energie, Menschen und Natur zu verbrauchen und zu belasten, auch wenn der Felsbrocken wieder hinunter rollt, weil die Masse der Konsumenten in den Industrieländern schon zu gehirntoten Konsumzombies mutiert ist und die Masse der Politiker nichts verändern will und nur die eigene Machtposition und den Status Quo bürokratisch halten will.

Oder mit Luther zu sprechen: „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen!“