Mit Öko-Konsum die Welt retten ?

Nur zum Teil. Wir haben sicher auch als einzelne VerbraucherInnen Verantwortung und jeder Euro, den wir ausgeben, hat eine Stuerrungsfunktion am Markt und unterstützt Firmen, die umweltbelastend und zerstörerisch produzieren oder eben nicht. Dennoch sind die Konzerne, Produzenten in der Hauptverantwortung und die PolitikerInnen müssen den Rahmen des wirtschaftlichen Handelns so setzen, dass unsere Lebensgrundlagen eben nicht mehr zerstört und ausgebeutet werden. Eine echte Kreislaufwirtschaft nach Norbild der Natur, wäre eine echte Überlebenschance für unsere Kinder und Enkel.

Dennis Frasch macht sich dazu Gedanken:

https://www.watson.ch/schweiz/international/581184198-klimawandel-wieso-du-die-welt-mit-tofu-und-tesla-und-nicht-retten-wirst

1o Grafiken zum Thema Erderhitzung:

https://www.watson.ch/schweiz/international/977950724-wo-steht-die-welt-im-kampf-gegen-den-klimawandel-10-grafiken-vor-cop-26

Klimawandel trotz Pandemie beschleunigt – 2020 eines der drei wärmsten Jahre

Bericht der UN und der Weltwetterorganisation, 19.04.2021

https://www.focus.de/wissen/klima/bericht-der-weltwetterorganisation-klimawandel-trotz-pandemie-beschleunigt-2020-eines-der-drei-waermsten-jahre_id_13207366.html

Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft im vergangenen Jahr zwar vielerorts in die Knie gezwungen, dem Klima hat das aber praktisch nicht geholfen. Laut Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) war 2020 eines der wärmsten je registrierten Jahre weltweit. Wissenschaftler sind alarmiert – und fordern mehr Ehrgeiz in der Klimapolitik.

Auch wenn sich der Ausstoß der Treibhausgase kurzfristig verlangsamte, stieg die Konzentration in der Atmosphäre weiter, wie die Weltwetterorganisation (WMO) am Montag in ihrem Abschlussbericht über das globale Klima 2020 schreibt. Nach Vorliegen aller Messdaten bestätigt sie ihre Prognose vom Dezember: 2020 war eines der drei wärmsten je aufgezeichneten Jahre.

WMO: Es kommen Extremwetterlagen auf uns zu

Der Bericht bestätige erneut den „unerbittlichen Klimawandel“, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Der negative Trend werde sich unabhängig von Klimaschutzmaßnahmen noch einige Jahrzehnte fortsetzen.

Deshalb sei es wichtig, sich auf häufigere und intensivere Extremwetterlagen einzustellen, die erhebliche Schäden anrichten und Millionen Menschen betreffen werden.

Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden, sollte der Temperaturanstieg nach Berechnungen von Wissenschaftlern bis zum Ende des Jahrhunderts 1,5 Grad nicht übersteigen. Dieses Ziel will die Weltgemeinschaft nach dem Pariser Klimaschutzabkommen möglichst erreichen.

UN: Bis 2030 müssen 65 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden

Dazu müssten der Ausstoß der Treibhausgase bis 2030 nach UN-Angaben um 45 Prozent unter das Niveau von 2010 gebracht werden. Ohne neue und ehrgeizigere Klimaschutzziele dürfte das nach Angaben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern scheitern.

Europa müsse bei der bevorstehenden Einigung auf sein Klimaziel noch ehrgeiziger werden, sagte Viviane Raddatz, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik bei der Umweltstiftung WWF Deutschland: „Europa muss mindestens 65 Prozent Emissionen bis 2030 einsparen – und zwar ohne Taschenspielertrick wie der Anrechnung von CO2-Speichern, zu denen Wälder gehören.“

Hier mehr zum Thema „Klimaerwärmung“ lesen:

  • Ungeachtet ihrer politischen Spannungen wollen die  USA und China gemeinsam gegen den Klimawandel kämpfen. Die Klimakrise müsse mit der „gebotenen Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit angegangen werden“, erklärten der US-Klimabeauftragte John Kerry und sein chinesischer Amtskollege Xie Zhenhua am Samstag in Shanghai.
  • Im November findet in Glasgow die UN-Weltklimakonferenz statt. Doch schon jetzt zeigt sich: Die bisher von Staaten beschlossenen Klimaschutz-Maßnahmen reichen Berechnungen zufolge nicht aus, um das im Abkommen von Paris festgeschriebene Ziel zu erreichen. Demnach soll die Erderwärmung auf deutlich unter zwei – besser 1,5 Grad – begrenzt werden, um katastrophale Folgen zu verhindern.
  • Noch immer wird der Klimawandel von vielen Menschen als kaum greifbares Phänomen wahrgenommen. Dabei sind die Auswirkungen auch in Deutschland längst spürbar und kaum zu übersehen. Der Wettermotor über Deutschland kommt immer mehr zum Erliegen.

UN: sofortiges Handeln ist NOT-wendig!

Die Vereinten Nationen, UN, mahnen: die Nationen der Welt müssen sofort und gemeinsam handeln, um den eigenen drohenden Untergang und den Ruin des Planeten Erde und damit der eigenen Lebensgrundlagen zu verhindern!

Die Unterzeichner-Staaten des Pariser Abkommens wollen bis 2030 die Erderwärmung auf unter zwei Grad halten. Ein Ziel, welches nach derzeitigen Prognosen krachend zu scheitern droht. Ausgerechnet die Corona-Krise bietet laut der UN noch eine Chance – wenn die richtigen Prioritäten gesetzt werden.

Die Welt hinkt, den Vereinten Nationen zufolge, den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens hinterher – könnte sie aber mit großer Anstrengung noch erreichen. Bisher steuerten die Staaten weiterhin auf etwa drei Grad Temperaturanstieg zu, statt wie im Klimaabkommen angepeilt, deutlich unter zwei Grad zu bleiben, heißt es in einem veröffentlichen UN-Bericht.

Wenn im Zuge der Corona-Pandemie die Wiederaufbauprogramme für die Wirtschaft auf Klimaschutz setzen, könne der bisher für 2030 absehbare Treibhausgas-Ausstoß aber bis zu einem Viertel niedriger ausfallen – und die Welt damit dem sogenannten Zwei-Grad-Ziel näher bringen. Selbst die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad, die der Klimaforschung zufolge das Risiko katastrophaler Wetterextreme deutlich verringern würde, sei noch erreichbar, teilte das UN-Umweltprogramm Unep mit.

Hin zur „grünen“ Wirtschaft?

Dafür brauche es aber schnelleren und stärkeren Klimaschutz, „grüne“ Wirtschaftsprogramme und die Pläne zur Klimaneutralität müssten in die offiziellen nationalen Zusagen im Rahmen des Pariser Abkommens integriert werden. Am Donnerstag und Freitag beraten die EU-Staaten über ein höheres Klimaziel für das Jahr 2030, bevor am Samstag auf einem digitalen Klimagipfel viele Staats- und Regierungschefs ihre Fortschritte und Pläne im Klimaschutz präsentieren.

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Panorama 01.12.20 Amazonas-Abholzung in Brasilien Zerstörung der „Grünen Lunge“ schreitet massiv voran

Am Samstag ist es zudem genau fünf Jahre her, dass fast alle Staaten der Welt sich in Paris darauf verständigt haben, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Dass die Corona-Pandemie den Treibhausgas-Ausstoß in diesem Jahr um bis zu sieben Prozent gedrückt hat, hat auf den Klimawandel einen „vernachlässigbaren Einfluss“, heißt es im Bericht. Bis 2050 werde der Temperaturanstieg dadurch nur um 0,01 Grad reduziert.

„Das Jahr 2020 ist dabei, eines der bisher wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden, während Großbrände, Stürme und Dürren weiter für Chaos sorgen“, teilte die Chefin des UN-Umweltprogramms, Inger Andersen, mit. Die Lücke zwischen den internationalen Klimaschutzbemü-hungen und den Zielen des Pariser Abkommens, klaffe zur Zeit noch weit.

Seit 2010 stieg der Treibhausgas-Ausstoß weltweit im Schnitt um 1,4 Prozent pro Jahr, 2019 war das Plus mit 2,6 Prozent aufgrund vieler Waldbrände größer. Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan sagte, der Abstand zwischen dem, was passiere, und dem, was sein müsse, scheine in diesem Jahr durch die Pandemie zwar kleiner zu werden. „Aber man würde sich trotzdem noch schämen, diesen Bericht seinen Kindern zu zeigen.“

In der Pflicht stehen dem UN-Bericht zufolge auch private Verbraucher: Rund zwei Drittel der globalen Emissionen gehen demnach auf den Konsum von Privatleuten zurück. Dabei produziert das eine reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr als doppelt so viele Treibhausgase wie die ärmsten 50 Prozent – und trägt damit besondere Verantwortung.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

https://www.n-tv.de/politik/UN-Nur-ein-Kraftakt-kann-Klimaziele-retten-article22225225.html